Professionelle Dateinamen

Dateinamen wie Unbenannt-72 oder final-final-v3 erscheinen auf den ersten Blick lustig, unterstützten aber nicht unbedingt einen effizienten Arbeitsprozess. Wenn ein paar Regeln beachtet werden, sind gute Dateinamen kein schwer zu erreichendes Ziel.

Jeder Grafikdesignschaffende kennt das Problem: in ein bestehendes Projekt einsteigen, weil jemand krank geworden ist oder eine Produktionsdatei vom letzten Jahr suchen, weil eine Neuproduktion geplant ist. Allzu oft führt das zu Frustrationen, weil nicht eindeutig klar ist, wo und was die letzte Arbeitsdatei ist. Oft liegt es an unzureichender Dateibenennung und unklarer Ordnerstruktur. Wie sollte ein professioneller Dateiname aussehen?

Jeder Dateiname (bei grafischer Gestaltung im Raum) sollte folgende Informationen enthalten:

  • Ordnungsnummer (bei großen Projekten mit LV)
  • Bezeichnung (Inhalt der Datei)
  • Produktionsart
  • Format (Ausgabegröße)
  • Maßstab (M1-1, M1-10, etc.)
  • Namenskürzel Mitarbeiter (bei Teamarbeit)
  • Datum (letzte Bearbeitung)
  • Dateiendung (nicht ausblenden)

Die einzelnen Bestandteile und Reihenfolge innerhalb der Dateinamen sollten eindeutig vor Projektanfang festgelegt und stringent angewendet werden. Sonderzeichen, Umlaute und Leerzeichen haben im Dateinamen nichts verloren.

Dementsprechend könnte ein Dateiname folgendermaßen aussehen:

LV-1602_Plakat_Digitaldruck_50x30cm_M1-1_DaS_210705.pdf

Und nicht vergessen: der beste Nachweis für ein funktionierendes Dateisystem ist, wenn eine Person, die nicht mit dem Projekt vertraut ist, den letzten Arbeitsstand einer Datei ohne zusätzliche Hinweise finden kann.

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